150 Jahre Bischofszeller Bahn – ein stolzes Jubiläum und ein guter Anlass, die Vergangenheit zu würdigen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Es ist eindrücklich, mit welchem unternehmerischen Mut das Schweizer Bahnnetz innerhalb weniger Jahre aufgebaut wurde. Nur knapp 30 Jahre nach der Inbetriebnahme der ersten Bahnlinie in der Schweiz wurde im Jahr 1876 mit der Bischofszeller Bahn das Thurtal mit St. Gallen verbunden. Die Anbindung an das Eisenbahnnetz war für die Region Bischofszell von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Seit der Eröffnung im Jahr 1876 hat die Bischofszeller Bahn Generationen von Menschen verbunden und viele Tonnen Güter zu ihren Bestimmungsorten gebracht. Sie war und ist ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und die Mobilität in der Region. Sie bringt die Menschen zur Arbeit, in die Schule, zu Geschäftsterminen und zu Freizeitaktivitäten. In einer Zeit, in der klima- und ressourcenschonende Verkehrslösungen wichtiger denn je sind, steigt die Bedeutung der Bahn. Aus diesem Grund wird das Bahnangebot im Thurgau und in der Region Bischofszell stetig verbessert. Nachdem das S5-Angebot Weinfelden–St. Gallen an den Werktagen Schritt für Schritt zum durchgehenden Halbstundentakt ausgebaut wurde, sollen die
S-Bahnen künftig auch am Sonntag im Halbstundentakt verkehren. Einmal pro Stunde werden die S-Bahnen grenzenlos bis nach Bregenz statt bis St. Margrethen verkehren. Zudem werden von Thurbo bald neue Züge vom Typ Flirt Evo eingesetzt. Mit diesen Angebotsverbesserungen werden die ersten Kapitel der nächsten 150 Jahre Bischofszeller-Bahn-Geschichte geschrieben.
Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnunternehmen, den Fahrgästen und den politischen Entscheidungsträgern die sich in den vergangenen 150 Jahren mit viel Herzblut für die Bischofszeller Bahn eingesetzt haben: Möge uns dieses Jubiläum zu weiteren mutigen Investitionen in die Zukunft inspirieren.
Regierungsrat Walter Schönholzer
Chef des Departementes für Inneres und Volkswirtschaft Kanton Thurgau